Handgemalte Reproduktionen nach Egon Schiele

Egon Schiele – handgemalte Reproduktionen

…eine kleine Biografie

Am 12. Juni des Jahres 1890 erblickte Egon Schiele im niederösterreichischen Tulln das Licht der Welt. Zusammen mit drei Schwestern wuchs er als Sohn eines Stationsvorstehers der österreichischen Bahn auf. Seine schulische Laufbahn absolvierte er mit mäßigem Erfolg zuerst an der Tullner Volksschule, dann am Realgymnasium in Krems und zuletzt am Gymnasium von Klosterneuburg. Von dort aus bewarb er sich – mit Unterstützung seines Kunstlehrers – an der Wiener Kunstgewerbeschule. Von der dortigen Ablehnung nicht entmutigt, begann Egon Schiele sein Kunststudium an der Akademie der Bildenden Künste.

Selbstportraet vor braunem Hintergrund

Selbstportraet vor braunem Hintergrund

Im Jahr 1907 wurde der Grundstein seiner Freundschaft mit Gustav Klimt gelegt. Nicht zuletzt durch dessen Einfluss begann Egon Schiele, sich mehr dem Impressionismus und dem “Wiener Secessionismus” zuzuwenden. Das hatte eine Entfremdung von der Akademie, welche noch stark dem Jugendstil verhaftet war, zur Folge. 1909 verließ er dann die Akademie und gründete – zusammen mit Anton Faistauer, Franz Wiegele und Paris von Gütersloh – die “Neukunstgruppe”. Im selben Jahr gelang es ihm, mit vier seiner Werke an der “Internationalen Kunstschau Wien 1909″ teilzunehmen. Obwohl er zahlreiche Portraitaufträge erhielt, trieb ihn seine Verschwendungssucht beinahe in den Ruin. In Folge dieser Geldprobleme und einer gewissen Überdrüssigkeit des Großstadtlebens verließ er 1911 Wien, um mit seiner Lebensgefährtin Valerie Neuziel nach Krumau überzusiedeln.

Dort konnte das Paar kaum Fuß fassen, da die Krumauer Anstoß nahmen an ihrem “trauscheinlosen” Zusammenleben und an dem Umstand, dass Egon Schiele mit sehr jungen Modellen arbeitete. Auch der baldige Umzug nach Neulengbach brachte dem Paar kein Glück: 1912 musste Egon Schiele  24 Tage Gefängnisaufenthalt hinnehmen, da er der Verführung von Minderjährigen verdächtigt wurde, was allerdings nie sicher bewiesen wurde. Seinem Erfolg als Künstler schadete dieser Wirbel um seine Person nicht: Im gleichen Jahr konnte der Künstler, der mittlerweile zu einem eigenen, häufig depressiv wirkenden, stark expressionistisch geprägten Stil gefunden hatte, seine Bilder auf verschiedenen Ausstellungen präsentieren, darunter die des “Blaue Reiters” in München und die der “Wiener Secession”.

Nachdem er sich von Valerie Neuziel getrennt hatte, heiratete Egon Schiele 1915 Edith Harms. Seinen Militärdienst konnte er aufgrund seiner eingeschränkten Tauglichkeit im Verwaltungsdienst und als Wachsoldat bei Wien ableisten.

Mit der Teilnahme an der 49. Ausstellung der “Wiener Secession” im März 1918 stellte sich endlich sowohl künstlerischer als auch finanzieller Erfolg für den jahrelang finanziell arg gebeutelten Maler ein. Im Oktober 1980 aber verlor Egon Schiele zuerst seine schwangere Frau an die Spanische Grippe und nur drei Tage später, am 31. Oktober, erlag auch er dieser Epidemie.

Nach seinem kurzen, bewegten Leben von nur 28 Jahren fand er seine letzte Ruhe auf dem Ober Sankt Veiter Friedhof in Wien.